Linda erschien in ihrem silbernen Brautmutterkleid. Ihr Make-up war verschmiert, und Wut spiegelte sich in ihrem Gesicht.
„Du hast alles ruiniert“, sagte sie.
Daniel stand sofort auf.
„Mama, geh.“
Sie ignorierte ihn und ging auf mein Bett zu.
„Megan ging ohne ihren Bruder zum Altar“, sagte sie. „Die Gäste fragten immer wieder, wo du warst. Ist dir bewusst, was du angerichtet hast?“
Mein Hals schmerzte noch immer, und ich konnte kaum antworten.
Linda beugte sich näher.
„Hör auf, so zu tun als ob.“
Dann traf sie genau die Stelle, an der ich kurz zuvor operiert worden war.
Ein stechender Schmerz durchfuhr mich, und die Monitore begannen zu piepen. Daniel reagierte blitzschnell und zog seine Mutter vom Bett weg, bevor sie mir wieder nahekommen konnte.
„Was hast du getan?“, schrie er.
Krankenschwestern eilten herein. Eine rief den Sicherheitsdienst, während eine andere die Schnittwunde untersuchte. Der Aufprall hatte die Wunde gereizt und einen Teil der Drainage verschoben.
Zum ersten Mal wirkte Linda verängstigt.
Daniel deutete zur Tür.
„Du verhältst dich nicht wie meine Mutter“, sagte er. „Du hast meiner Frau geschadet.“
Als die Sicherheitskräfte eintrafen, änderte Linda sofort ihre Aussage.