Rätselhafter Gegenstand auf unserem Dachboden gefunden

Rätselhafter Gegenstand auf unserem Dachboden gefunden

Es war nicht verflucht. Es war nicht gefährlich. Und es war ganz bestimmt nicht übernatürlich.

Es war ein alter künstlicher Weihnachtsbaum.

Einst strahlend, festlich und stolz während der Familienfeiertage präsentiert, war der Baum irgendwie im Dachboden in Vergessenheit geraten, unter der Dämmung eingeklemmt und vom Zahn der Zeit langsam verformt worden. Die Plastikzweige hatten sich in seltsame Formen verdreht, der Schmuck hing noch immer hartnäckig am Gestell, und verblasste Lamettafäden fingen das Licht ein wie winzige Geister längst vergangener Feste.

Was auf den ersten Blick furchterregend aussah, war in Wirklichkeit nur eine Nostalgie, die zu viele Jahre unberührt geblieben war.

Und irgendwie machte das die Sache noch trauriger.

Der Dachboden barg kein Monster, kein Geheimnis und keine verborgene Gefahr – nur ein vergessenes Stück Vergangenheit, das über uns still verfiel, während unten das Leben weiterging. Er diente als seltsame Erinnerung daran, wie gewöhnliche Dinge beunruhigend werden können, wenn Zeit, Dunkelheit und Fantasie sie bis zur Unkenntlichkeit verändern.

Am Ende war das größte Rätsel nicht, was es war.

Es ging darum, wie lange es dort schon gehangen hatte, bevor endlich jemand genau genug hinsah, um die Wahrheit zu erkennen.

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