Achtung Senioren: Diese Schlafposition könnte Ihr Schlaganfallrisiko erhöhen
Sie haben wahrscheinlich schon gehört, dass ausreichend Schlaf für die Gesundheit unerlässlich ist. Was Sie aber vielleicht nicht wissen: Ihre Schlafposition kann Ihr Schlaganfallrisiko beeinflussen, insbesondere im Alter.
Das Schlaganfallrisiko wird zwar von vielen Faktoren beeinflusst, doch neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Schlafpositionen die Durchblutung des Gehirns auf eine Weise beeinflussen können, die insbesondere für ältere Erwachsene relevant sein könnte. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen.
Die Schlafposition, die Anlass zur Sorge gibt
Das Schlafen auf dem Rücken (Rückenlage) stand im Fokus aktueller Forschung. Studien deuten darauf hin, dass langes Schlafen auf dem Rücken bei bestimmten Bevölkerungsgruppen, insbesondere solchen mit bestehenden Risikofaktoren, mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko einhergehen kann.
Warum das Schlafen auf dem Rücken problematisch sein kann
Wenn Sie auf dem Rücken schlafen:
-
Die Schwerkraft zieht an den Weichteilen im Rachen und kann dadurch die Schlafapnoe verschlimmern.
-
Schlafapnoe ist stark mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden.
-
Die Blutflussmuster können auf eine Weise beeinflusst werden, die sich auf die Bildung von Blutgerinnseln auswirken kann.
Der Zusammenhang mit Schlafapnoe
Schlafapnoe – eine Erkrankung, bei der die Atmung im Schlaf wiederholt aussetzt und wieder einsetzt – ist ein anerkannter Risikofaktor für Schlaganfälle. Studien zeigen, dass Menschen mit unbehandelter Schlafapnoe ein deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko haben und dass das Schlafen auf dem Rücken die Symptome der Apnoe oft verschlimmert.
Was die Forschung zeigt
Eine 2023 im Journal of Clinical Sleep Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass Menschen mit Schlafapnoe, die überwiegend auf dem Rücken schliefen, im Vergleich zu denen, die die Rückenlage vermieden, ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich Schlaganfall, aufwiesen.
Andere Studien haben Folgendes festgestellt:
-
Die Schlafposition beeinflusst die Hirndurchblutung – Das glymphatische System des Gehirns (das Abfallprodukte abtransportiert) arbeitet im Schlaf am effizientesten, und die Position spielt eine Rolle.
-
Die nächtlichen Blutdruckmuster können durch die Schlafposition beeinflusst werden.
-
Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten davon profitieren, langes Schlafen auf dem Rücken zu vermeiden.