Einfaches Rezept für Südstaaten-Hoecakes – Knusprige, altmodische Maismehlpfannkuchen
Untertitel: Mein Vater ist damit aufgewachsen, und jetzt backe ich sie jeden Sonntagmorgen. Die Damen aus der Gemeinde fragen immer nach dem Rezept.
Manche Speisen wirken wie aus einer anderen Zeit. Einer entschleunigten Zeit. Einer Zeit, in der man sich beim Frühstück Zeit ließ, Mehl aus dem Sack kam und der Duft von Maismehl auf einer heißen Grillplatte bedeutete, dass man geliebt wurde.
Hoecakes sind genau mein Ding.
Mein Vater wuchs in ärmlichen Verhältnissen im ländlichen Alabama auf. Nicht so arm, dass wir jeden Cent zweimal umdrehen mussten. Richtig arm. So arm, dass es zum Frühstück einfach das gab, was am besten reichte und möglichst viele satt machte. Maismehl war billig. Wasser gab es umsonst. Und Hoecakes – diese einfachen, goldbraunen, knusprigen Maispfannkuchen – gehörten bei ihm zum festen Speiseplan.
Er erzählte mir, wie er sie mit Butter und Melasse aß, manchmal, wenn er Glück hatte, mit Speckfett, manchmal einfach pur. Seine Mutter habe sie in einer gusseisernen Pfanne über dem Feuer zubereitet, und sie seien so schnell verschwunden, dass sie kaum hinterherkam.
Ich habe meine Großmutter nie kennengelernt. Sie starb vor meiner Geburt. Aber jeden Sonntagmorgen, wenn ich meine gusseiserne Pfanne heraushole und Maismehl und Wasser verrühre, fühle ich mich, als stünde ich direkt neben ihr.
Ich backe seit zwanzig Jahren Hoecakes für meine Familie. Meine Kinder sind damit aufgewachsen. Mein Mann wünscht sie sich. Und jedes Mal, wenn ich sie zu einem Gemeindefest oder einem Sonntagsbrunch mitbringe, spricht mich mindestens eine Person an und fragt: „Was ist das? Wie macht man das? Kann ich das Rezept haben?“
Heute teile ich es endlich mit euch.
Was genau ist ein Hoecake?
Bevor wir zum Rezept kommen, möchte ich etwas klarstellen, das viele Leute verwirrt.
Ein Hoecake ist kein Pfannkuchen. Er ist kein Johnnycake. Er ist kein Maisbrotpfannkuchen. Er ist etwas ganz Eigenes, Schönes und Einfaches.
Hoecakes werden aus wenigen Zutaten zubereitet: Maismehl, Wasser, Salz und etwas Fett zum Frittieren. Der Teig ist dünnflüssig, ähnlich wie Pfannkuchenteig, und wird beim Frittieren außen knusprig und innen zart. Der Geschmack ist purer Mais: süß, nussig und einfach köstlich.
Der Name stammt von einer alten Tradition. Feldarbeiter bereiteten diese Leckereien früher auf dem flachen Blatt einer Hacke über offenem Feuer zu. Keine Pfanne? Kein Problem. Die Hacke war ja gleich da. Sie mischten Maismehl und Wasser, bestrichen das Blatt damit und hielten es über die Flammen, bis es goldbraun und knusprig war.
So kamen sie zu ihrem Namen „Hoecakes“. Und ehrlich gesagt? Ich liebe diese Geschichte. Sie erinnert uns daran, dass manch eines der besten Gerichte aus dem zubereitet wird, was man hat.