Ich kam von einer Geschäftsreise nach Hause und fand 100 Rosen für meine Frau geliefert vor – dann entdeckte ich die Nachricht in einem der Rosensträuße.
Als Mark nach einer einwöchigen Geschäftsreise nach Hause zurückkehrte, erwartete er wie immer denselben vertrauten Anblick. Seit sieben Jahren hatte Jane ihn auf der Veranda begrüßt, noch bevor er überhaupt aus dem Auto steigen konnte. Manchmal winkte sie ihm entgegen, manchmal stand sie einfach lächelnd da, als hätte das Haus selbst auf seine Rückkehr gewartet. Doch an diesem Nachmittag war alles anders. Die Veranda war leer. Stattdessen wartete dort etwas, das ihr gemeinsames Leben für einen Moment völlig auf den Kopf stellen sollte. Zwischen unzähligen Rosen verbarg sich eine Botschaft, die nicht nur Missverständnisse auflöste, sondern auch eine Wahrheit ans Licht brachte, die Jane längst vergessen hatte.
Schon bevor Mark den Motor ausgeschaltet hatte, spürte er, dass etwas ungewöhnlich war.
Er beugte sich über das Lenkrad und blickte zur Veranda.
„Jane?“
Normalerweise hätte sie längst draußen gestanden.
Doch diesmal war niemand zu sehen.
Dann bemerkte er die Blumen.
Zunächst hielt er sie für einige wenige Sträuße.
Doch je näher er kam, desto deutlicher erkannte er das Ausmaß.
Die gesamte Veranda war mit Rosen bedeckt.
Rote, gelbe, weiße und rosafarbene Blüten lagen überall verteilt.
Sie lehnten am Geländer, standen neben der Tür und schmückten sogar die Schaukel, auf der Jane morgens ihren Kaffee trank.
Es mussten weit über hundert Rosen sein.
Mark parkte hastig, griff nach seinem Koffer und stieg aus.
„Was ist denn hier passiert?“
Der intensive Duft der Blumen lag schwer in der Luft.
Eigentlich hätte er etwas Angenehmes ausstrahlen müssen.
Doch stattdessen breitete sich in Marks Magen ein unangenehmes Gefühl aus.
Während er noch versuchte zu verstehen, was er da sah, öffnete sich die Haustür.
Jane trat heraus.
Sie trug Jeans und ihre alte Strickjacke.
Die Müdigkeit der letzten Monate lag noch immer auf ihrem Gesicht.
Als sie Mark sah, hellte sich ihr Blick sofort auf.
Doch dann bemerkte sie die Rosen.
Sie blieb wie angewurzelt stehen.
„Mark“, sagte sie leise.
„Was hast du getan?“
Mark blinzelte überrascht.
„Was habe ich getan?“
Jane sah sich verwirrt um.
„Hast du die Blumen nicht geschickt?“
„Nein.“
Er schüttelte den Kopf.
„Ich bin gerade erst angekommen.“
Jane blickte erneut auf die Veranda.
„Wer hat sie dann geschickt?“
Die Frage hing zwischen ihnen in der Luft.
Mark versuchte zu lächeln.
„Eigentlich hatte ich gehofft, du könntest mir das erklären.“
Jane schwieg einen Moment.
„Vielleicht wurde etwas verwechselt.“
„Bei hundert Rosen?“
Jane verschränkte die Arme.
„Bitte sag das nicht so.“
„Wie denn?“