Immer wenn ein Mitarbeiter zögerte, wiederholte Rita selbstbewusst denselben Satz.
„Meine Schwiegertochter bezahlt. Sie ist in wenigen Minuten da.“
Als Gordon sah, wie seine Mutter die Boutique leitete, beschloss er bald, dass er sich selbst auch einen Einkaufsbummel verdient hatte.
Er schlenderte in die Herrenaccessoires-Abteilung und blieb vor einer verschlossenen Vitrine mit Luxusuhren stehen.
„Lassen Sie mich die beiden sehen.“
Ein Mitarbeiter legte die Uhren vorsichtig auf ein gepolstertes Präsentationstablett.
Gordon probierte jedes einzelne an und bewunderte sein Spiegelbild, während er unter den Lichtern sein Handgelenk drehte.
Er wählte zwei Chronographen in limitierter Auflage aus und bat darum, die Armbänder sofort anzupassen.
Anschließend trug er noch importierte Lederschuhe und einen dazu passenden Designer-Gürtel.
Zum Schluss wies er den Verkäufer an, alles mit Ritas Einkäufen zusammenzufassen.
Da keiner von beiden damit rechnete, persönlich zahlen zu müssen, waren Preisschilder bedeutungslos geworden.
Für sie fühlte sich jeder Gegenstand kostenlos an.
Die Mitarbeiter der Boutique bereiteten jeden Einkauf sorgfältig vor.
Die Handtaschen waren in übergroße, charakteristische Kartons verpackt und in frisches Seidenpapier eingewickelt. Die Uhren wurden zurück in ihre eleganten Präsentationsetuis gelegt. Schuhe, Gürtel, Geldbörsen und andere Accessoires waren ordentlich daneben angeordnet.
Die Kassiererin scannte jeden Artikel einzeln.
Die Gesamtsumme überstieg zehntausend Dollar.
Dann zwanzigtausend.
Als der letzte Barcode eingegeben wurde, war der Betrag auf weit über dreißigtausend Dollar angestiegen.
Neben der Kasse wartete ein immer größer werdender Stapel Luxus-Logen.
Nur eines fehlte noch –
die Zahlung, von der sie sicher waren, dass ich sie leisten würde.
Um 12:15 Uhr rief Gordon an.
Mein Handy blieb ausgeschaltet.
Er rief erneut an.
Andererseits.
Jeder Anrufversuch landete direkt auf der Mailbox.