Die Auswirkungen von Stress auf den Körper werden oft unterschätzt. Dabei kann ein hoher Cortisolspiegel – das Stresshormon – die nächtliche Urinproduktion erhöhen. Menschen, die unter ständigem Druck stehen und unter anhaltender, schwer zu überwindender Angst leiden, bemerken manchmal, dass sie häufiger aufstehen müssen. Das ist keine Einbildung, sondern ein physiologisches Phänomen. Gezieltes Stressmanagement, beispielsweise durch Entspannungsübungen, Yoga oder eine einfache abendliche Entspannungsroutine, kann hier wirklich helfen.
Harnwegsprobleme im Zusammenhang mit der Prostata
Dieses Thema betrifft zwar vor allem Männer, aber auch Frauen können darüber sprechen. Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist eine der häufigsten Ursachen für häufiges nächtliches Aufwachen bei Männern über 50. Der Harndrang ist häufig, der Harnstrahl jedoch schwach und die Urinmenge sehr gering. Dies ist ein Anzeichen, das eine sofortige Untersuchung beim Urologen erforderlich macht.
Woran können wir erkennen, ob es wirklich besorgniserregend ist?
Das ist eine sehr praktische Frage. Gelegentliches nächtliches Aufwachen ist normal. Zweimaliges regelmäßiges Aufwachen ist jedoch besorgniserregend. Bei drei oder mehr Malen sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Versuchen Sie zunächst, nach 19 Uhr weniger zu trinken und beobachten Sie, ob sich die Situation bessert. Falls nicht, kann Ihr Arzt Ihnen am besten helfen, die genaue Ursache zu ermitteln und einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.
Dein Körper spricht jede Nacht zu dir – du solltest lernen, ihm zuzuhören.